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Durchblicksstudel

Qué pasa?

Hola a todos cariños mios!
Nun schaffe ich es doch tatsaechlich auf dieser grandiosen Insel zu sein und trotzdem etwas zu schreiben. Gar nicht so einfach mit dieser Tastatur. Mein min. 7-Finger-System funktioniert hier nicht so richtig.
Also um erstmal rein zu kommen, fange ich mit dem banalsten an, dem Wetter. Es ist warm, was ja quasi das wichtigste ist, aber ansonsten ist es sehr durchwachsen. Man kann sagen, dass wir bisher jede erdenkliche Wetterlage hatten, ausser strahlend blauen, wolkenlosen Himmel. Trotz allem ist es phantastisch wieder mallorquinische Luft einzuatmen, meine Lieblingskellner in meiner Lieblingsbar wiederzusehen, in dem kleinen Supermarkt im Ort wiedererkannt zu werden, den alten Maennern zuzusehen, wie sie vor meinem Lieblingscafé sitzen, Cherry und Café con leche trinken, Chips, Ensaimadas oder aehnliches essen und viel, sehr viel Palavern. Zwischendurch kommt immer mal einer vorbei und sagt Hallo. Es ist sowieso eine wirkliche Besonderheit, dass die alten Menschen hier sehr in ihre soziale Umgebung eingebettet sind. In Deutschland gibt es das auf jden Fall nicht, dass aeltere Menschen einfach den Sonntag ueber im Café sitzen, nur um dort zu sein, den neuesten Klatsch zu erfahren und andere Menschen zu beobachten.
Am ersten Tag sind wir in unseren Lieblingsschuhladen "Rocco" in Manacor gegangen und haben uns das erste Paar Schuhe gekauft, damit wird quasi jaehrlich der Urlaub eingelaeutet. (Ich gebe zu, dass es nicht bei einem Paar geblieben ist. Mittlerweile sind drei daraus geworden, denn in Palma musste ich dann doch noch zuschlagen.)
In Palma waren wir morgens in der Kathedrale am Hafen "La Seu" und das war wirklich eine fast sphaerische Erfahrung. Gaudi hat diese Kirche im inneren gestaltet, sie ist mit keiner Kirche, die ich bisher sah vergleichbar. Morgens scheint durch ein buntverglastes Rondell die Sonne und taucht die Kirche in ein fast uebernatuerlich schoenes Licht, man steht dort, mit offenen Mund und kann die Schoenheit dieser Athmosphaere kaum glauben. Ich habe in solch schoenen Kirchen immer ein wirklich seltsames Gefuehl. Ich bin, wie die meisten ja wissen nicht glaeubig, aber doch kann ich mich kaum gegen ein beruhigendes und gleichzeitig sehr aufregendes Gefuehl zugleich nicht wehren. Vielleicht haengt es damit zusammen, dass man sich sehr klein in so grossen Raeumen fuehlt, aber durch die Stimmung und hier in "La Seu" durch das unglaublich waermende Licht gleichzeitig so geborgen fuehlt.
Morgen werde ich mal ein zweites Mal nach Palma fahren. Diesmal allerdings mit der Bahn und allein. Da meine Zeit langsam aber sich ablaeuft und ich noch bei den anderen blogs vorbei schauen moechte beende ich nun meinen kurzen Zwischenbericht.
Hasta pronto!

3 Kommentare 14.9.06 16:53, kommentieren

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Längeres Adios...

Also meine lieben Freunde des Online-Tagesbuchs. Eh ich es vergesse: Nun geht es endlich auch bei mir in den Urlaub. Ganz gediegen mit Muddi nach Malle, kleine Finca, kleines Dorf, großer Pool, viel leckeres Essen und nicht zu vergessen Palmas grandiose Einkaufsmöglichkeiten genießen. Aber vielleicht schaffe ich es ja sogar mal von der Insel etwas zu berichten, während ich auf derselbigen verweile.
Heute muss ich nun noch ein letztes Mal, für die nächsten fünf Wochen im Apfel meinen Dienst antreten und das bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 26 Grad. Der Sommer ist zurück in Heidelberg, pünktlich vor meiner Abfahrt versteht sich. Aber ich will mich gar nicht beschweren.
Bleibt mir trotz allem treu.
Hasta luego!

2 Kommentare 5.9.06 17:36, kommentieren

Vom sehen und gesehen werden...

Oh je, Asche über mein Haupt. Nun habe ich ja wirklich lange nichts mehr geschrieben. In Heidelberg ist es leider auch nach wie vor alles beim alten. Und so mag es ja Menschen geben, die dafür plädieren, dass die nahe Umgebung besser ist, wenn sie sich möglichst selten verändert, aber mir wird es doch langsam ziemlich langweilig. Vor allem weil sehr viele von den Menschen, die mein Seelenleben zur Erfüllung braucht sich auf die Welt verteilt haben. Da sind viele auf Reisen, entweder nur um etwas Sonne zu tanken, oder, und ich denke das sind fast die meisten, sie befinden auf einem Weg der sie erst weit von sich wegführt, um dann dorthin zu kommen, wo sie sich finden. Oh je, dass wird wieder sehr pathetisch hier.
Das mag auch daran liegen, dass ich ziemlich lange keinen Alkohol mehr zu mir genommen habe (ok, nur eine gute Woche, aber das ist ja aschon was) und ich nun seit Tagen, nur unterbrochen von sporadischen Duschen, kläglichem Kochen und Arbeiten, krank im Bett liege. Da kreisen die Gedanken wahrlich in unergründliche Höhen und Tiefen. Das wird wiederum dadurch verstärkt, dass ich diese Gedanken nicht mit schödem Fernsehen gucken betäuben kann.
Letztes Wochenende fuhr ich, fliehend aus meiner kleinen einsamen Heidelberg-Welt nach München. Allerdings nur für Samstagnachmittag, den darauffolgenden Abend und die wiederum darauffolgende sehr lange Nacht. Ich bin ja mal echt total verrückt. Nicht?
Es war phantastisch lustig. Dieser kurze Trip hat dafür gesorgt, dass ich mich schon wirklich wohl in meiner Haut fühle.
Vom Bahnhof ging ich direkt in den Biergarten, auf ein Maß Radler, dann zum Essen ins "Wirtshaus zum Brez´n" und dann, man höre und staune ins P1. Richtig schön rumprohlen und einen auf dicke Hose machen. Mit eigenem, wohlgemerkt erhöhtem Tisch, umrahmt von Ledersofas, mit Champagner und Vodka-Absolut in Literflaschen. Man kann aus diesem Etablissments eigentlich nur erhobenen Hauptes hinaus gehen, egal wie hoch der Pegel ist, denn man fühlt sich um Welten besser als die anderen Menschen, die da rumstolzieren und denken ihnen gehöre die Welt. So stellte sich beispielsweise kein Neid bei mir ein (wie häufig in letzter Zeit), wenn ich ein knutschendes Pärchen sah, denn darauf konnte man nicht neidisch sein. Die durchschnittliche Frau dort, war nicht etwa traumhaft schön anzusehen, sondern hatte entweder ihre besten Tage schon hinter sich, oder war so jung, dass sie noch nicht mal fähig war den Style-Guide aus der "Glamour" zu verstehen. Denn selbst die sagt: Weniger ist mehr, was Accessoires angeht und mehr ist von Vorteil, wenn es um die Stoffmenge geht, die die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale und was noch immer bedecken soll. Stillos, sinnlos, entbehrlich. Und der Kerl dazu hatte zwar noch nicht seine besten Tage hinter sich, aber auch nur deswegen, weil er nunmal mittelmäßig ist und niemals soetwas wie anregende beste Tage erleben wird. Seine Mittelmäßigkeit versucht er mit dem Wedeln von Geldscheinen und Autoschlüsseln von kleinen italienischen Flitzern und ungekonnten, ekelerregendem Hüftschwung, zu kompensieren. Aber hey, seien wir ehrlich. So funktioniert das bekackte Game nunmal.
Game Type A: Baby, ich stelle etwas dar, was dir suggeriert, dass du alles von mir haben kannst und du bist die passende Staffage für mich. Aber halt die Klappe. Meine Alte zu Hause redet genug.
Game Type B: Baby, ich lege dir die (materielle) Welt zu Füßen, für diese eine Nacht. (Länger kann ich es mir nämlich eigentlich gar nicht leisten!) Sieh dabei gut aus, benimm dich so, wie ich es von dir erwarte und steig mit mir ins Bett. Alle werden dich lieben. Und: Halt die Klappe!
Dieser Eindruck wurde nur noch bestätigt, als mir ein 36jähriger Typ sagte: "Na ja, 24 ist ja schon ziemlich alt. Mit zwanzig sind die Frauen wenigstens noch formbar."
Aber abschließend kann ich nur sagen, ich habe mich grandios amüsiert, auch wenn dies zum teil auf die Kosten anderer ging. Eine schöne, sehr kurze Auszeit aus meinem Studentenleben im beschaulichen Heidelberg. Eine Nacht Highheels, Champagner und finanzielle Unabhängigkeit (na gut, nicht ganz, meine Bank sagt nicht "Danke! für ihren Einkauf"). Auf jeden Fall ein hartes Kontrastprogramm. Und, wie gesagt, ich fühle mich nach dieser veranschaulichten Abgrenzung durch direkte Involvierung, phantastisch.

1 Kommentar 27.8.06 20:32, kommentieren

So, nun bin ich seit gestern wieder da. Es war wegen des Wetters ein phantastisches Schluffi-Wochenende mit Loriot und Kir Royal gucken. Außerdem habe ich gewagt, nach nunmehr 6 Monaten, Fernsehen zu gucken und habe mir gleich die total verrückte Volldröhnung gegeben. (taff und hallo Deutschland parallel, darauf folgte glaube ich Blitz!, Verbotene Liebe, exclusiv!, Leute Heute) Zuweilen musste ich meinen Kopf angeekelt und zum Selbstschutz wegdrehen. Wenn es jemand kennt, es war ein bißchen so, wie wenn dir Vogonen ein Gedicht vortragen.
Auf der anderen Seite bin ich mir sicher, dass man sich ganz schnell wieder daran gewöhnen kann. Vor allem, weil dadurch verhindert wird, dass man sich mit sich selbst beschäftigt.

Seit heute bin ich noch tiefer verstrickt in den Informationsaustausch im World Wide Web. Ich bin nun auch im Studiverzeichnis. Big Brother is watching you!

16.8.06 13:54, kommentieren

Vorübergehendes Schüss!

Da ich morgen zu einem kleinen Kurzurlaub ins schöne Konschtanz aufbrechen werde, wird es hier ein paar Tage etwas ruhiger werden.
Was Euch allerdings nicht daran hindern soll, mich, nach meiner Rückkehr, mit unzähligen Beiträgen zu überraschen.

2 Kommentare 11.8.06 14:30, kommentieren