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So, nun hat der erste deutschen Boden verlassen. Ich wünsche Frederic "held og lykke". Das war dänisch und heißt: Viel Glück. Wirklich lustig ist, dass ich gerade heute, man glaubt es kaum, auf der Straße ein dänisches 50 oere Stück gefunden habe und mir etwas, was mir schon als kleines Kind bei meinen zahlreichen Dänemark-Urlauben aufgefallen ist, erneut ins Auge stach. Über der 50 befindet sich doch tatsächlich ein kleines Herz. Ganz rund und propper. Sowas kann glücklich machen.
Nach wie vor ist die Vorstellung, dass nun einer nach dem anderen in die weite Welt aufbricht, ganz seltsam. Interessant ist, dass der Satz: Ach, wir machen uns ein ganz tolles Wintersemester!" mindestens einmal in jedem Gespräch derjenigen vorkommt, die in Heidelberg bleiben. Wir müssen uns dessen immer wieder vergewissern und uns fleißig einreden, dass wir auch ohne die anderen phantastisch viel Spaß haben werden. Natürlich werden wir das auch, irgendwie.

4 Kommentare 2.8.06 03:25, kommentieren



Geschichten, die das Leben schreibt...

Da ich ja letzte Woche meinen Schlüsselbund verloren habe, (und Herr Stanita erst heute mein Fahrradschloss mit der Flex durchgesägt hat) musste ich mich kurzzeitig wieder unter die Fußgänger und v.a. unter die Nutzer von Öffentlichen Verkehrsmitteln begeben.
Geschichten, die das Leben schreibt Nr. 1:
Ich gehe quetschfidel und äußerst mutig die Hauptstraße entlang. Just am Café Schafheutle (landläufig auch unter dem Namen Café Vorhäutle bekannt) begegne ich der Spezies Mosbacher Vollproleten/Friseusinnen. Der eine Depp zum anderen: "Och, isch häd schonnn Luscht aufn Ais."-Hah joh, dann ässen mir des ma hia im Schafheutle. Die Doitschen könne des Ais eh bässa mache als die Idaliena doh."
Geschichten, die das Leben schreibt Nr.2:
Ich sitze nicht ganz so quietschfidel im Bus Richtung Uniplatz. Hinter mir sitzen zwei Mädels der Sorte Bäuerin, um die 18. Die eine Kackbratze zur anderen: "Ey, waischt du, ey, isch hab am Wochenend stuamfraie Bud un där Flo, där Mirko un isch hattän die Idee, das mia uns jeda so ain zwai Käschten Biah jeda hohln un uns ins Wohnzimma im Krais sätzän un Wättsaufn machn un där erschte, där wo hinne üba kippt hat verlorän un krischt den ganzän räscht durschn Trischta eingeflöst un dann hohln mia n Krankewagn."-"Ey, däs kann isch nätt."-"Ey, isch mach däs am Wochenend imma so, dass isch, bevoa isch anfang zu trinkn ne Packuuung Butta ässe. Waischt, je meah Fett du ischt, dästo meah kannscht du a trinkn."
Dazu kann ich nur sagen, dass ich langsam ernsthaft misanthropische Züge an mir entdecke.

2 Kommentare 4.8.06 01:46, kommentieren

Heute war ein schöner Tag! Mehr gibt es nicht zu sagen!

7.8.06 00:39, kommentieren


Dieses Bild entstand nach dem Konzert von "Pale" und "The Weakerthans". Ein gutes Konzert. Grandios wäre zu hoch gegriffen, da die Weakerthans leider sehr professionell ihren Auftritt ablegten. Im Gegensatz zu Pale, die echt gerockt haben. Leider viel zu kurz, aber sehr lustig und trotz aller Albernheit auch akustisch einfach toll. Die Weakerthans sind halt einfach gut, aber gerade bei einem Konzert sehe ich gerne, dass die Leute, die da auf der Bühne stehen, einfach Lust haben genau dies zu tun, genau in diesem Moment dies zu leben und Dir eben dieses Gefühl zu vermitteln. Nur dann lasse ich mich gerne von ihnen treiben und vereinnahmen.
Trotzdem schöne Zeile der Weakerthans: "Throw away my misery, it didn´t mean much to me."
So Kinners, nun muss ich aber wirklich schlafen.
Noch so ein schöner Tag.

8.8.06 03:42, kommentieren

Tocqueville

"Das amerikanische Volk sieht sich selbst, wie es durch diese Wildnisse schreitet, Sümpfe austrocknet, die Flüsse eindämmt, die Einsamkeit bevölkert und die Natur bezwingt. Die Wunder der unbeseelten Natur lassen sie unberührt, und sie bemerken die herrlichen Wälder, die sie umgeben, sozusagen erst im Augenblick, da sie unter ihren Schlägen fallen."
Alexis de Tocqueville 1840 in "Über die Demokratie in Amerika"

1 Kommentar 8.8.06 17:26, kommentieren