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Asche auf ihre Häupter

Nun habe ich heute extra meinen Fernseher aus dem Keller geholt, um mir den Politischen Aschermittwoch anzusehen und was ist? Gar nichts. Eine einzige große Langeweile. Auch das haben wir nun dank der Großen Koalition und nahender Landtagswahlen.
Doch dann hofft man wenigstens auf die Opposition, wenn man die überhaupt so nennen darf. Aber auch dort: Langweilig! Oder vielmehr, noch viel ermüdender als SPD, CDU und CSU.
Im Grunde war eh nur einer der Lückenbüßer für fehlende politische Feinde. Der Ede, der sich auch aus unpolitischen Gründen schon durchaus für das Lächerliche eignet.
Dabei war er der einzige, der überhaupt auch nur annähernd dazu in der Lage war mich zu erheitern. Da dieser Mensch mich rein emotional aber schon immer sehr angeregt hat, oder vielmehr regelmäßig in erruptives Lachen hat fallen lassen, war das nicht verwunderlich. Aber er hat sich wenigstens bemüht ein paar blöde Sprüche zu bringen. Schön: "Wer randaliert, fliegt raus, wer kein deutsch spricht kommt gar nicht erst rein." (Über Ausländerkinder in deutschen Schulen) Das zieht immer.
Nach den, wenn auch eher phantasielosen, Tiraden auf ihn konnte er einem wirklich fast leid tun. Ich war fast schon so weit, so etwas wie Mitleid für ihn zu empfinden. Aber dann sah ich, wie Ede und Muschi sich beklatschen ließen. Da hatte Ede schon wieder diesen kaum zu beschreibenen Ausdruck im Gesicht. Dieser Ausdruck vollkommen erleichterter dummdöseliger Freude eines Menschen, der gar nicht merkt, dass er verarscht wird. Dieser Ausdruck, der ja eigentlich ganz süß ist, aber gar nicht dazu geeignet ist dafür zu sorgen ihn ernst zu nehmen. Also habe ich ihn auch nur ausgelacht. Folgendes Zitat ist das beste des Tages: "Der Franz-Josef war a Grrröße un a Lumb, der Stoiber is a a Grröße, aber eben ka Lumb." (Quelle: sueddeutsche.de)
Eben, ein Lump ist er nicht aber eben irgendwie der Dorftrottel der Union.
Mein Fernseher kommt auf jeden Fall direkt wieder in den Keller.

1 Kommentar 2.3.06 01:15, kommentieren



Hamburg is calling...

Es zieht mich wieder in den Norden. Leider liegt dort wohl auch Schnee, nicht so viel wie in Bayern, aber ich hoffte eigentlich, dass dieses lange Elend endlich vorüber ist. Aber ab morgen umspielt meine Nase wenigstens wieder Elbluft. Dann werde ich unruhig, wie der Hund von Thees Uhlmann.

2 Kommentare 5.3.06 12:28, kommentieren

es ist so leicht...

Hej hej. Ich wollte nur kurz mitteilen, was mich heute alles glücklich gemacht hat:
1. Die alte Dame, die ich heute im Zug zu ihrem Platz gebracht habe und deren Koffer ich hochgehieft habe schenkte mir ernsthaft einen Werthers Echte. Schön für jemanden wie mich, der schon sehr lange ohne Großeltern lebt.
2. Fast zu kitschig: Abdrücke der Hufe eines Rehs im sonst unberührten Schnee, hach...
3. Kurz hinter Hannover in einem unbekannten Dorf sitzen vorm "Salon Sabine" drei Grazien mit Lockenwicklern, Heißluftkappe und Kippe und lassen sich von der Sonne bestrahlen.
4. Oliver Korittke im Interview
5. Die Anfahrt über die Elbbrücken
Also ist das eigentlich gar nicht so schwer. Aber Hamburg weckt auch Erinnerungen...

2 Kommentare 7.3.06 01:18, kommentieren

Ich zitiere...

Da ich ja gerade bei meinen Eltern verweile, werde ich von meiner Mutter beim Frühstück quasi genötigt mich mal wieder mit der taz zu beschäftigen.
"verboten:
Guten Tag, meine Damen und Herren!
verboten kann die ganze Aufregung über Jürgen California Klinsmann nicht nachvollziehen. Wo ist denn das Problem, wenn der Teamchef unserer Fußball-Nationalmannschaft lieber in L.A. am Pazifik die Seele baumeln lässt, statt sie in Frankfurt am Main an den Teufel zu verkaufen?
Viele Menschen haben verlernt, nach der Uhr zu leben, und gefährden damit ihren Arbeitsplatz oder ihre Ausbildungsstelle. Sollen die alle mit dem Lasso eingefangen werden? Das muss nicht sein! Mit der richtigen Form sensibler Überwachung kann eine wichtige Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden. Langzeitarbeitslose, Suchtkranke und entlaufene Teamchefs haben so die Chance, zu einem geregelten tagesablauf in Deutschland zurückzukehren. verboten fordert klipp und klar: die elektronische Fußfessel für Klinsmann!"

Ja, und gleich auch noch vor den Sportausschuss, um das Ansehen der Bundesrepublik nicht zu beschmutzen. Erklären Sie sich, Herr Klinsmann!




An Jan D.: Es tut mir ehrlich Leid, aber das war jawohl nix mit Crazy Pinky Wiese.

9.3.06 13:46, kommentieren

Grandios

Was das wohl zu bedeuten hat: Ein Grimme-Preisträger fährt für Deutschland nach Athen zum Grand Prix...

Ach, und noch was: Die Forbes-Liste 2006 bestätigt: Die Reichen werden immer reicher. Es gibt 102 neue Milliardäre, also insgesamt 793. In was für einer Welt leben wir eigentlich?

10.3.06 18:07, kommentieren